Warum ist der Himmel blau?

Von Christin Matthies | 25. Mai 2020

Bei strahlend blauem Himmel und warmen Sonnenschein macht das Spielen auf den wieder geöffneten Spielplätzen doch gleich doppelt so viel Spaß. Doch woher hat der Himmel eigentlich seine blaue Farbe?

Die Farben des Sonnenlichts

Matthias Habel ist Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline. Er erklärt: „Das hat vor allem mit den Farben des Sonnenlichts zu tun.“ Denn anders als viele glauben, besteht dieses nicht aus weißem Licht, sondern aus vielen verschiedenen Farbstrahlen. Nämlich aus: Rot, Orange, Gelb, Grün, Violett und Blau. Alle diese Farben bewegen sich in der Luft wie Wellen im Meer. Die einen sind lang und ganz langsam, die anderen kurz und richtig schnell. Die Farbe Rot zählt dabei zu den langsamen und langen Wellen, Blau zu den kurzen und schnellen.

Der Weg der Sonne

Das Sonnenlicht besteht also aus einem bunten Farbmix mit unterschiedlichen Wellenstärken. Damit diese Lichtstrahlen auch zur Erde gelangen, müssen sie erst einmal durch die Atmosphäre. Die Atmosphäre ist dabei so etwas wie eine Hülle um unseren Planeten herum. In ihr schweben unendlich viele kleine Luft- und Gas-Teilchen, die Einfluss auf den Weg des Sonnenlichts zur Erde nehmen.

Habel verrät: „Wenn das Sonnenlicht durch die Atmosphäre reist, verhalten sich die einzelnen Farben ganz unterschiedlich. Rotes Licht durchquert die Atmosphäre problemlos, da seine langen Wellen dabei kaum auf die herumschwebenden Teilchen stoßen. Blauem Licht hingegen kommen ständig einzelne Teilchen in die Quere, die das blaue Licht umlenken.“ Und genau das führt dazu, dass sich die blaue Farbe in alle Richtungen verteilt, sodass der Himmel tagsüber blau aussieht.

Und wenn sich der Himmel wie am Morgen oder Abend rötlich färbt?

Der Hamburger Hafen in der Abenddämmerung

Dann liegt das am Stand der Sonne. Wenn sie morgens auf- und abends untergeht, steht sie so zur Erde, dass ihr Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen muss. Das blaue Licht stößt dabei auf viele Teilchen, sodass es stark abgelenkt und somit geschwächt wird. Die roten Lichtstrahlen stören die ganzen Teilchen hingegen gar nicht. Es bleibt daher bestehen und der Himmel sieht dadurch rötlich aus. Habel fasst zusammen: „Mittags steht die Sonne nah an der Erde und der Himmel ist daher blau, morgens und abends ist die Sonne weiter von der Erde entfernt und der Himmel ist eher rötlich gefärbt.“

Wer es jetzt ganz genau wissen möchte, findet weitere spannende Details zum blauen Himmel unten im YouTube-Video von WetterOnline.